Die vorindustrielle Zeit wird unter anderem auch als „Erste solare Zivilisation“ bezeichnet. Es war eine Epoche der regenerativen Energiequellen mit Holz, Holzkohle sowie der Nutzung von Wind- und Wasserkraft.

1750 erfolgte die erste industrielle Revolution, eingeläutet mit der Erfindung der Dampfmaschine durch Thomas Newcomen schon im Jahr 1712. Fabriken ließen sich nun unabhängig vom Verlauf eines Flusses betreiben – der Antrieb über Wasserkraft war nicht länger notwendig.

Ab 1890 fand die zweite industrielle Revolution statt. Diese Epoche wurde geprägt von flüssigen und gasförmigen Kohlenwasserstoffen und gilt als Zeitalter der Elektrifizierung. Allein von 1895 bis 1914 verdoppelte sich der Primärenergieverbrauch.

Einen Ausblick auf die dritte industrielle Revolution (ab ca. 1975) findet sich im Buch „Die Energie der Zukunft heißt Sonnenenergie“ von Prof. Dr. Ing. Carl-Jochen Winter. Dort wird die gegenwärtige Energiewirtschaft als Übergangsphase in eine „zweite solare Zivilisation“ beschrieben. Diese Epoche führt auf einem technisch sehr hohen Niveau wieder hin zu regenerativen Energien und kündigt eine „Renaissance der solaren Zivilisation“ an. Ein Schritt, der maßgeblich durch die technologische und industrielle Weiterentwicklung auf Basis der Ausbeutung fossiler Rohstoffe verursacht wird. Parallel jedoch entwickelt sich zunehmend ein Umdenken hinsichtlich unserer Umwelt und ein Bewusstsein über die Endlichkeit der Ressourcen, die die solare Renaissance vorantreiben.