(Bild: Heckenmühle um 1875)

Am Anfang war der Strom zu hundert Prozent grün – es war die Wasserkraft und damit eine Form der heutigen erneuerbaren Energien, welche die frühzeitliche Industrialisierung vorantrieb. Peter Guggemos erzählt: „Neben der Heckenmühle in der Groggentalgasse, die mein Urgroßvater mit einer Landwirtschaft im Jahr 1875 erwarb und heute noch von unserem Familienbetrieb der EHINGER ENERGIE betrieben wird, gab es aber noch viele andere Mühlen in Ehingen. Dies sind, unter anderem, die Spitalmühle des Heilig-Geist-Spitals, die Kästlesmühle an der westlichen Wühre, die Muckenmühle (zuvor Amansmühle / erste Erwähnung aus dem 11. Jahrhundert, a.d.R.), die Lauresmühle beim Blumenscheinberg (vormals Weihermühle und Buckenmühle, a.d.R.), die Staigmühle, die Wiesmühle am Mühlweg und die Mühle in Berkach, welche früher außerhalb der Stadt lag. Mit dem Namen Spitalmühle(n) wurde aber früher nicht nur die Mühle im Spital bezeichnet, sondern ebenfalls die Wiesmühle, welche im Jahr 1661, und die Mühle in Berg, die ab 1390 im Besitz des Heilig-Geist-Spitals war. Von diesen Mühlen werden heute noch unsere Heckenmühle und von anderen Betreibern die Kästles-, Staig- und Wiesmühle genutzt. Das Buch von Michael Weber mit dem Titel „Geschichte einer oberschwäbischen Donaustadt“ sowie das Buch „Ehingen aber war merkwürdig“ von der Museumsgesellschaft Ehingen gehen hierauf sehr ausführlich ein.“ Aus heutiger Sicht spannt sich damit ein interessanter Bogen zum Thema erneuerbare Energien, denn genau diese Energieformen waren es, die sowohl die frühzeitliche Industrialisierung als auch die heutige Epoche der Industrialisierung zunehmend kennzeichnen.